(San José) Die Welt von Online-Glücksspiel und Sportwetten ist laut einem Bericht der mexikanischen Tageszeitung El Universal das Thema des nächsten Films von US-Filmstar Leonardo DiCaprio. Als Drehort nennt die Zeitung das zentralamerikanische Costa Rica, wo viele Online-Firmen angesiedelt sind. Der Hollywood Reporter berichtet, die Produktion übernehme APPIAN WAY. Diese Produktionsfirma gehört DiCAPRIO. Drehbuchideen liefern Brian Koppelman und David Levien, die Autoren der Hollywood-Blockbuster Oceans Thirteen und Rounders.
Details gibt es noch keine, aber besonders das Thema Online-Sportwetten (Sportbooks) ist heikel, denn viele Firmen nutzen ihren Sitz in Costa Rica, um das Sportwettverbot in den USA zu umgehen. Die Zeitung La Nación berichtet zudem von Geldwäsche, welche Mafiosi aus New York über solche Wettfirmen in Costa Rica betreiben sollen. Zudem sind Betrugsfälle bekannt. Skandale, bei denen Online-Wettfirmen ihren Kunden Gewinne einfach nicht ausgezahlt haben.
Leonardo DiCaprio kennt Costa Rica bereits. Mehrere Male besuchte er das zentralamerikanische Land als Tourist. Zuletzt 2007, als er mit seiner damaligen Freundin Giselle Bündchen Urlaub am Playa Mal País, Puntarenas, machte. Einen Film hat der Star bisher aber nicht in Costa Rica gedreht. (tol)
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(San José) Mit deutlicher Mehrheit konnte sich bei den internen Vorwahlen der regierenden “sozialdemokratischen” Partei der Nationalen Befreiung (PLN) die ehemalige Vizepräsidenten der Republik Laura Chinchilla durchsetzen. Als erste weibliche Präsidentschaftskandidatin in Costa Rica wird sich die Vertraute des amtierenden Präsidenten und Friedensnobelpreisträgers Oscar Arias (PLN) am 07. Februar 2010 ihren Herausforderern stellen.
Zum dritten Mal wirft für die Mitte-Links-Formation “Partei der Bürgeraktion” (PAC) deren Gründer und ehemalige Planungsminister Ottón Solis den Hut in den Ring. Wegen Kritik am Privatisierungskurs und dem CAFTA-Freihandelsabkommen hatte er die neue Partei 2001 aus der Taufe gehoben. Bei den Wahlen 2006 unterlag er Oscar Arias nur knapp, bis heute sind Gerüchte über Wahlbetrug nicht ausgeräumt.
Den wohl schillernsten Kandidaten schickt die “Partei der Christlich-Sozialen Einheit” (PUSC) ins Rennen. Sie hat ihren Ex-Präsidenten (1990-1994) Rafael Angel Calderón aufgestellt. Die Christsozialen mussten dafür ihre Statuten ändern, denn gegen den Politiker läuft ein Korruptionsverfahren. Im Jahr 2004 wurde aufgedeckt, dass Calderón und zwei weitere Ex-Präsidenten zu ihren jeweiligen Amtszeiten in Schmiergeldskandale verstrickt waren. In 2004 und 2005 saß er in Untersuchungshaft. Vom Korruptionsskandal ist auch ein Ex-Präsident der PLN betroffen, aber politisch bezahlte vor allem die PUSC einen hohen Preis. Vor drei Jahren stürzte sie von der Regierungs- zur Splitterpartei ab, ihr Kandidat erhielt gerade einmal 3,5 Prozent der Stimmen.
Die politische Rechte repräsentiert Otto Guevera von der “Libertären Bewegung” (ML). Da deren Parteifahne rot ist, sorgt das in Zusammenhang mit dem Parteinamen manchmal für Verwirrung.
Weitere Parteien wie die Partei für die Rechte von Menschen mit Behinderung (PASE), die Linkspartei “Frente Amplio” oder die an der Anti-CAFTA-Bewegung ansetzende “Patriotische Allianz” (AP) wollen ebenfalls antreten, haben ihre Präsidentschaftskandidaten aber noch nicht benannt. (Torge Löding)
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