Wetter in Costa Rica: Der “kleine Sommer” hält Einzug

(San José) Für dieses Wochenende ewartet das Metereologische Institut (IMN)von Costa Rica den “kleinen Sommer von San Juan”. Dieser Veranillo de San Juan ist ein Wetterphänomen, dass die Regenzeit unterbricht und einige Tage Superwetter garantiert. Damit unterbricht es die Regenzeit, die im Mai eingesetzt hat. Unter Costa Rica-Reisenden gilt Mitte Juni deshalb als Geheimtipp.

Das Wetter in Costa Rica kennt zwei Jahreszeiten: Die Trockenzeit von Dezember bis April und die Regenzeit von Mai bis November. Letztere wird im Tourismus auch „grüne Saison genannt“. In der Regel grüsst auch zwischen Mai und November ein blauer Himmel und Sonnenschein am Morgen. Gegen Mittag ziehen dann erste Wolken auf, um sich später in kurzen, aber heftigen Schauern zu entladen. Ein Wetter also, das sich nicht mit Regentagen in Deutschland vergleichen lässt.

Ein anderer Wetter-Geheimtipp ist eine Reise an Costa Ricas Karibikküste Ende September / Anfang Oktober. Dann herrschen dort in der Regel wunderbare klimatische Verhältnisse, die karibische See ist glatt wie ein Spiegel und eignet sich hervorragend zum Schnorcheln und Tauchen.

Die Durchschnittstemperatur in dem tropischen Klima liegt bei 22º C (72º F). An den Küsten liegt diese deutlich höher. Die zentrale Hochebene, wo sich auch die Hauptstadt San José befindet, gilt aufgrund der moderaten Temperaturen als die klimatische Zone des „ewigen Frühlings“.

Aufgrund der Lage zwischen 8° und 11° nördlicher Breite befindet sich Costa Rica in den Tropen, allerdings differieren die Niederschläge erheblich. In San José fallen im Jahr 1867 mm, in Puerto Limón an der Karibikküste mit 3518 mm fast doppelt so viel.

Die Landesgeographie ist der Grund dafür, dass sich in Costa Rica verschiedene mikroklimatische Zonen finden, sprich nur wenige Kilometer weiter kann das Wetter schon ganz anders sein. Augrund dieser klimatischen Eigenschaften und der Topographie gibt es in Costa Rica verschiedenste Waldformen: Nebel-, Regen-, Trocken- und Übergangswald.

Aktuelle Informationen über das Wetter finden sich auf der Website des Meteorologischen Instituts von Costa Rica (IMN). Wer kein spanisch versteht, klickt am besten auf diese leicht verständliche Wettervorhersage für die nächsten Tage: www.imn.ac.cr/IMN/MainAdmin.aspx?__EVENTTARGET=PronosticoTiempo

(tol)

35 Kühe vom Blitz erschlagen

(San José) Die Regenzeit beginnt in Costa Rica in diesem Jahr mit besonders heftigen Gewitterstürmen. Eine schlimme Erfahrung damit machte am vergangenen Freitag der Landwirt Rubén Naranjo (76) in der Nähe von Coto Brus, einem Ort in den Bergen des Landesinneren nahe der Grenze mit Panama. Kurz vor sieben Uhr Morgens verließ Naranjo sein Haus, um zu seiner etwa  sieben Kilomter entfernt liegenden Kuhweide zu fahren. Bevor er aufbrach, hörte er einen Donner, so stark wie nie zuvor. “Das ging durch Mark und Bein, aber ich habe mir im Traum nicht vorgestellt, welchen Schaden dieser Blitz angerichtet hatte”, sagte der Landwirt gegenüber der Tageszeitung  La Nación.

Der Anblick auf der Kuhweide war erschreckend: Das Vieh hatte sich offenbar vor dem Gewitter unter einem großen Baum zusammen gedrängt. Nun lagen alle dahingestreckt auf dem Boden, einige lagen sogar übereinander. Nur eine Handvoll Kühe lebte noch, 35 waren tot. Anscheinend wurden sie Opfer eines Blitzes. “Merkwürdig ist allerdings, dass der Baum gar keine Schäden aufweist”, berichtete Naranjo.

Den Schaden beziffert er auf 40.000 US-Dollar.  Naranjo: “Das Vieh war mein Lebenswerk. Ich bin ruiniert!”. (tol)