35 Kühe vom Blitz erschlagen

(San José) Die Regenzeit beginnt in Costa Rica in diesem Jahr mit besonders heftigen Gewitterstürmen. Eine schlimme Erfahrung damit machte am vergangenen Freitag der Landwirt Rubén Naranjo (76) in der Nähe von Coto Brus, einem Ort in den Bergen des Landesinneren nahe der Grenze mit Panama. Kurz vor sieben Uhr Morgens verließ Naranjo sein Haus, um zu seiner etwa  sieben Kilomter entfernt liegenden Kuhweide zu fahren. Bevor er aufbrach, hörte er einen Donner, so stark wie nie zuvor. “Das ging durch Mark und Bein, aber ich habe mir im Traum nicht vorgestellt, welchen Schaden dieser Blitz angerichtet hatte”, sagte der Landwirt gegenüber der Tageszeitung  La Nación.

Der Anblick auf der Kuhweide war erschreckend: Das Vieh hatte sich offenbar vor dem Gewitter unter einem großen Baum zusammen gedrängt. Nun lagen alle dahingestreckt auf dem Boden, einige lagen sogar übereinander. Nur eine Handvoll Kühe lebte noch, 35 waren tot. Anscheinend wurden sie Opfer eines Blitzes. “Merkwürdig ist allerdings, dass der Baum gar keine Schäden aufweist”, berichtete Naranjo.

Den Schaden beziffert er auf 40.000 US-Dollar.  Naranjo: “Das Vieh war mein Lebenswerk. Ich bin ruiniert!”. (tol)